Wer sich für eine Ausbildung zum Masseur interessiert, der hat verschiedene Anlaufstellen, die er nutzen kann, um Hilfe und Informationen zu erhalten. Die Ausbildung selbst ist auf eine Dauer von zweieinhalb Jahren angelegt, jedenfalls, wenn sie an einer Berufsfachschule stattfindet. Wer schon eine medizinische Ausbildung in der Richtung hat, wie zum Beispiel ein Ergotherapeut, der kann auch in Weiterbildungslehrgängen das notwendige Fachwissen zur Ausübung des Berufs eines Masseurs erwerben. Ein Masseur wendet bei seinem Patienten verschiedene Verfahren der so genannten physikalischen Therapie an. Das bedeutet, dass er um die grundlegenden Funktionen des menschlichen Körpers wissen muss und auch genau die Auswirkungen einer Massage einschätzen können muss. So muss ein Masseur den gesamten Bewegungsapparat des Menschen kennen lernen und wissen, wie der Aufbau der Muskeln ist und wie diese überhaupt funktionieren. Während der Ausbildung zum Masseur werden natürlich zum einen die benötigen Handgriffe und Fertigkeiten gelehrt, wie bestimmte Krankheitsbilder zu behandeln sind. Es werden aber auch die Grundlagen der Erkennung und Beurteilung von therapeutischen Befunden gelehrt. Diese Befunde müssen sichtbar, tastbar oder messbar sein. Neben den üblichen Formen der Massage werden auch Sonderformen gelehrt, wie zum Beispiel die Lymphdrainage oder die Sportmassage.
Neben der praktischen Ausbildung wird in der theoretischen Ausbildung auch über Hygienemaßnahmen während einer Massage informiert und es werden Regelungen und Gesetze im Gesundheitswesen gelehrt, die für die Ausübung des späteren Berufs als Masseur als Grundwissen zu bezeichnen sind. Am Ende der Ausbildung muss natürlich, wie dies in anderen Berufen ebenfalls der Fall ist, eine Prüfung abgelegt werden, nach deren erfolgreichem Abschluss der Masseur die Erlaubnis erhält, seinem Beruf auch tatsächlich nachzugehen. Die Ausbildung ist, wie gesagt, auch in Form einer Weiterbildung möglich, sie muss also nicht zwangsläufig als erste Ausbildung nach Schulabgang erfolgen. In Abendschulkursen ist die Ausbildung ebenfalls zu absolvieren, dies setzt aber, wie bereits erwähnt, ein gewisses medizinisches Grundwissen voraus. Zudem sollten Masseure regelmäßig an angebotenen Weiterbildungen teilnehmen um auch über aktuelle Erkenntnisse der Forschung im Bilde zu sein. Denn immer wieder kommt es vor, dass Mediziner und Forscher eine Therapie als unnötig entlarven, die bis dato vielleicht sehr populär war oder es gibt neue Erkenntnisse zur Behandlung bestimmter Krankheitsbilder. So gilt auch für den Masseur der Grundsatz des lebenslangen Lernens, will er erfolgreich sein in seinem Beruf und auf Kunden zählen. Das gilt auch für Masseure, die nicht fest in einem Studio angestellt sind, sondern sich selbstständig gemacht haben und entweder als mobiler Masseur unterwegs sind oder die in einem Wellnesshotel angestellt sind.